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Preise und Auszeichungen


Die meisten Autoren und Autorinnen können in der Schweiz nicht vom Schreiben leben. Wenn die Schweiz eine reichhaltige Buchlandschaft will, so ist eine gute Förderung unabdingbar. Der Verband AdS setzt sich daher besonders für die selektive Förderung ein. Ziel einer solchen Förderung ist, für Autoren die Möglichkeit zu schaffen, in diesem, ihrem angestammten Beruf auch wirklich tätig zu sein.

 

Das Ende 2009 verabschiedete Kulturförderungsgesetz (KFG) nennt unter Artikel 13 „Preise verleihen“ sowie „herausragende künstlerische Leistungen und kulturelle Verdienste auszeichnen“. Gemäss Art. 23 KFG ist für diese Aufgabe das Bundesamt für Kultur (BAK) zuständig. Zurzeit ist das BAK daran, für die Legislatur 2012–15 die Kulturbotschaft auszuarbeiten, in der auch die Finanzierung für die Kulturförderung des Bundes geregelt wird. Nach einer Anhörungsphase unter interessierten bzw. betroffenen Kreisen im Herbst 2010 wird das Parlament die Kulturbotschaft bis Ende 2011 behandeln und verabschieden.

 

Die Kulturbotschaft behandelt auch das Thema „Preise und Auszeichnungen“ in knapper Form und mit einem Finanzrahmen. Detaillierte Strategien und Projekte wird das BAK auf Basis der Kulturbotschaft ausarbeiten – gemäss Auskunft in Diskussion mit den betroffenen Kreisen.

 

Der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz AdS hat als Basis für weitere Diskussionen zur Thematik „Preise und Auszeichnungen“ diese Grundlagen erarbeitet, welche die Grundsätze und Best Practices für Preise und Auszeichnungen aus Sicht des Verbands – und somit im Interesse der Autorinnen und Autoren der Schweiz – aufzeigen wollen. Der AdS konzentriert sich dabei ausschliesslich auf literarische Preise.

 

 

Grundsatzpapier des AdS zu Literatur-Preisen und -Auszeichnungen in der Schweiz

 

Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte aus dem Grundsatzpapier zusammengefasst. Die ausführlichen Empfehlungen finden Sie hier: Preise und Auszeichnungen – AdS-Grundsatzpapier (pdf)

 

 

Definition

 

Preise sind retrospektive, aus der Vergangenheit begründete Fördermittel für Autoren und literarische Übersetzerinnen: Anerkennung und Auszeichnung von bereits geschaffenen Werken und Leistungen – möglich zu jedem Zeitpunkt des schriftstellerischen Schaffens.

 

 

Welcher Preis?

 

Bei der Koordination, allfälligen Änderungen und insbesondere vor der Neuschaffung von Preisen sollen bestehende Preise auf folgende Punkte überprüft werden:

a) Welche Förderziele werden bereits mit bestehenden Preisen erreicht?

b) Müssten bereits bestehende Preise mit allenfalls neu zur Verfügung stehenden Mitteln gestärkt werden?

c) Gibt es Lücken in der Preislandschaft? Doppelspurigkeiten bei den Preisen müssen möglichst vermieden werden.

d) Ist der Preis für die gewünschten Förderziele angemessen?

 

Grundsätzlich zeigen auch Preise für andere Mitglieder der Buchkette Auswirkungen auf die Literaturförderung. Aus Sicht des AdS bleibt dabei aber zentral, die Förderung der Schweizer Autorinnen und Autoren sowie ihrer Werke nicht aus den Augen zu verlieren bzw. in den Mittelpunkt der Literaturförderung zu stellen.

 

 

3 Kriterien für einen guten Preis

 

a) Mit dem Preis wird schriftstellerische Arbeitszeit für Schriftsteller oder literarische Übersetzerinnen geschaffen.

b) Der Preis bewirkt Öffentlichkeit für das Werk.

c) Der Preis wurde von einer kompetenten Jury verliehen.

 

 

Anerkennungsgründe

 

a) Lebenswerk

b) Neu erschienenes Einzelwerk

c) Erstpublikation

d) Manuskript

e) Schreibprojekt (ohne Manuskript)

 

 

Preisform

 

a) Reine Anerkennung ohne finanzielle Entschädigung

b) Finanzielle Zuwendung

c) Schreibaufenthalt inkl. Lebenskostenbeitrag

d) Publikation

e) Promotionshilfe

f) Aufführungen, Textpräsentationen (z.B. Lesereisen)

g) Werkstatt, Mentorat

 

 

Weitere Rahmenbedingungen, die es zu beachten gilt

 

a) Dotierung

b) Jury

c) Öffentlichkeitsarbeit

d) Preisverleihung

 

 

Donatoren

 

a) Nationale Preise

b) Regionale, kantonale, städtische und kommunale Preise

c) Preise von Stiftungen und Privaten

d) Preise jenseits der Landesgrenzen