Hans Mühlethaler, ehemaliger Sekretär der Gruppe Olten, ist 86-jährig gestorben

Der Berner Hans Mühlethaler ist am 17. September gestorben. 1930 im Emmental geboren, war der Autor zuerst Lehrer, dann freier Schriftsteller. Ab 1971 war Mühlethaler der erste Sekretär der Gruppe Olten, einer der beiden Vorgängerorganisationen des AdS, 1970 als Abspaltung des damals umstrittenen Schweizerischen Schriftstellerverbandes SSV gegründet. Bis 1987 prägte er in dieser Funktion die Aktivitäten der Gruppe Olten wesentlich mit, darüber hinaus aber auch die Schweizer Kulturpolitik allgemein. Sein Engagement für die Anliegen der Autorinnen und Autoren umfasste unterschiedliche Dossiers, unter anderem die Revision des Urheberrechts oder «das Ringen um einen einvernehmlichen Verlagsvertrag», wie er selbst 1989 in seiner Publikation «Die Gruppe Olten. Das Erbe einer rebellierenden Schriftstellergeneration» (Verlag Sauerländer) formulierte. Zudem war Hans Mühlethaler 1974 Mitinitiant der Urheberrechtsgesellschaft ProLitteris und 1978 Mitbegründer der Solothurner Literaturtage. Während vieler Jahre schliesslich stellte er dem Schriftstellerverband die frühere Wohnung an der Rue Labat als Schreibatelier zur Verfügung, nachdem er die Wohnung von Paul Nizon gekauft hatte. Mühlethaler blieb der Gruppe Olten auch als Mitglied treu und trat 2002 dem neu gegründeten AdS bei, wo er bis zu seinem Tod Mitglied blieb.

 

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